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Beitrag
zur Lösung von Interessenskonflikten zwischen Sanierungsverpflichtung und
Nachnutzung bei Beendigung der Bergaufsicht
Contribution to Solving Conflicts of Interest between
Redevelopment Obligations and Re-Use at the End of the Mining Authority
Dr. Friedrich-Carl Benthaus
1),
Dipl.-Geol. Ferdinand
Thiemig 1)
,
Dr. Peter Jonas 2),
Dr. Jürgen Keßler 3), Dipl.-Ing. Kai
Reinhardt 3)
1) LMBV Lausitzer und
Mitteldeutsche Bergbau-
Verwaltungsgesellschaft mbH, Senftenberg
2) FUGRO
CONSULT GMBH
Zweigniederlassung Sachsen, Markkleeberg
3) BIUG Beratende
Ingenieure für
Umweltgeotechnik und Grundbau GmbH, Freiberg
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Zusammenfassung
Die Sanierung bergbaulicher Flächen zielt auf der Grundlage des
Bundesberggesetzes darauf
ab, die geplante Folgenutzung ohne Gefahren
für Leben
und Gesundheit
Dritter zu gewährleisten
und die Bergaufsicht über diese Objekte zu beenden. Der Sanierungsumfang
orientiert sich in erster Linie an notwendigen Maßnahmen zur Unterbindung
von Gefahren für die öffentliche Sicherheit, wobei
nachnutzungsbedingte
Anforderungen zu berücksichtigen sind.
Hierbei treten
mitunter
Interessenskonflikte zwischen der geplanten
Nachnutzung und den nach geotechnischen
Sicherheitskriterien als notwendig erachteten Sanierungsmaßnahmen auf. Eine typische Konfliktsituation kann bei der
Nachnutzung einer Bergbaufolgelandschaft für Belange des Naturschutzes bestehen, da diese
Flächen ökologisch wertvolle Zustände aufweisen können, die von menschlichen Eingriffen
möglichst wenig beeinflusst werden sollen.
Unter dem Gesichtspunkt der geotechnischen
Sicherheit hingegen können damit objektive Gefahrenlagen verbunden
sein, deren kompromisslose Beseitigung
meist mit Naturschutzsicht unerwünschten baulichen Eingriffen
verbunden ist.
In dieser
Konstellation kann die Beendigung der Bergaufsicht über ein
Objekt in
Frage gestellt sein.
Angesichts des innerhalb der LMBV bereits erreichten Sanierungsstands soll eine Betrachtung der
aus geotechnischer und aus bergrechtlicher Sicht bei der Beendigung der Bergaufsicht
tolerierbaren verbleibenden Risiken an sanierten Flächen vorgenommen werden. Dabei ist klar, dass ein Restrisiko des Eintretens einer Gefährdungssituation auch im Ergebnis umfangreicher Sanierungsarbeiten immer bestehen wird, ebenso wie dies für bergbaulich
unbeeinflusste Flächen der Fall ist. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es,
aus der Sicht der Sanierungstätigkeit im ostdeutschen
Braunkohlenbergbau Lösungsansätze für
solche bergbautypischen Konfliktsituationen aufzuzeigen und einen Erfahrungsaustausch
anzuregen. Dabei soll eine Strategie für den Umgang mit Konflikten zwischen
Sanierungsverpflichtung,
bodenmechanisch-geotechnischen
Sicherheitsprinzipien und
Nachnutzung dargelegt werden, in die neben den geotechnischen und bergjuristischen
Erfordernissen u. a. auch Aspekte des zeitlichen Veränderungen unterworfenen Nutzungsdrucks auf sanierte Flächen und ihres Verwertungspotentials sowie der langfristigen Sicherung und Verfügbarmachung von Informationen über den
Sanierungszustand von Flächen
einfließen.
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Abstract
The redevelopment of mining
surfaces aims to guarantee their planned subsequent utilisation without
harming people’s lives or health, based on the Federal Mining Law, and to
put an end to the Mining Supervision upon such objects. The redevelopment is
oriented first and foremost to necessary measures to restrict risks for
public safety, whereby the requirements conditioned by re-use must be taken
into account. In that case, meanwhile, there are conflicts of interest
between planned re-use and redevelopment measures considered necessary
according to geotechnical safety criteria. A typical conflict situation can
exist in the reutilization of a region used for mining regarding
environmental protection, since these areas can possess ecologically
valuable assets which must be affected by human interference as little as
possible. Under the aspect of geotechnical safety, objective risks can, on
the other hand, be connected to it, and the unconditional elimination of
these risks is normally related to constructive interferences which, from
the environmental protection point of view, are not desirable. In this
scenario, the termination of the Mining Supervision of an object can be
questioned. Given the level of redevelopment already reached within the
LMBV, one must evaluate the remaining tolerable risks for redeveloped areas
at the time of the conclusion of mining supervision, from the geotechnical
and mining legislation points of view. While doing that, it is clear that a
residual risk of a threatening situation in the result of comprehensive
redevelopment works will always exist as well, as is the case for areas
unaffected by mining operations. The goal of the present contribution is to
demonstrate solutions for such conflict situations which are typical for
mining operations, from the point of view of redevelopment activities in
East-German brown coal opencast pits, and to stimulate the exchange of
experiences in the area. In doing so, a strategy for dealing with conflicts
between redevelopment obligations, soil-mechanical, geotechnical safety
principles and re-use must be presented, where, aside from the geotechnical
and mining legislation requirements, the aspects of the temporal changes in
utilization rate affect redeveloped areas and their utilization potential,
as well as the long-term securing and supplying of information about the
redevelopment state of areas. |
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